Sie befinden sich hier: Realschule Brakel > Schulprofil > Patentante

Es liegen aktuell keine Termine vor!

Annette von Droste-Hülshoff

Ein Beispiel aus dem Deutschunterricht

AUFGABE: Schreibe eine moderne Fassungen der Szene in der „JUDENBUCHE", 
in der sich Friedrich bei einer Hochzeitsfeier blamiert


Die Blamage

Melanie wurde 18 und feierte eine dementsprechend große Fête in der alten Scheune ihrer Eltern.
Jeder durfte kommen, jedoch die Getränke musste man dort kaufen, umsonst gab es nur die Musik.
Polle, eigentlich Paul, wollte unbedingt hin. Sin, seine Schwester Sina, kam auch mit, und darüber
war Polle nicht gerade begeistert. Er war 19 und seine Schwester erst 16; folglich musste er
zumindest ein bisschen danach gucken, dass sie nichts anstellte. Denn wenn sie betrunken nach
Hause käme, sähen ihre Eltern das überhaupt nicht gerne.
So fuhren sie auf Polles noch nicht ganz bezahltem Moped zur alten Scheune, wo die Party schon in
vollem Gange war.
Nach drei Stunden hatte Polle schon mit dieser und mit jener geflirtet, sich um seine Schwester aber
herzlich wenig gekümmert, bis sie schließlich, von lautem Gelächter begleitet, von ihrer Freundin
und der Gastgeberin Melanie unter die Schultern gegriffen und zu Polle geschleppt wurde, der
gerade vor einer kleinen Gruppe mit seinem neuen Moped geprahlt hatte.
Sin war bleich im Gesicht. Melanie sprach Polle an: „Bring deine Schwester lieber nach Hause, ihr
ist schlecht vom Alkohol!" Sin bot wirklich einen jämmerlichen Anblick: kreidebleich, den Tränen
nahe hängte sie sich an Melanie. Da musste sich Polle wohl oder übel um seine Schwester kümmern
und los. Aber Klette, eigentlich Karsten, sprach ihn auf das Moped an: „Wie willst du sie denn aufs
Moped kriegen? Und überhaupt – das Ding ist doch noch nicht einmal abbezahlt! Der Besitzer sagte
mir, du bist schon längst wieder mit der nächsten Rate fällig!"
Die Party gefiel Polle immer weniger, denn Karsten grinste und die Mädchen lachten. Auch Sin
wurde immer noch ausgelacht. Polle schnappte sich seine Schwester, stülpte ihr erst einen Helm auf
den Kopf und setzte sie dann aufs Moped, wobei er ihr befahl, sich gut an ihm festzuhalten. Unter
lautem Gegröhle der zurückbleibenden Partygäste fuhren sie nach Hause.

Marina Belka (9b) im Schuljahr 2003/2004

Autor: Gerd Buning